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Ansprechpartner

Schupp (3)
Andreas Schupp

Joh.-Sebastian-Bach-Weg 8
88284  Mochenwangen
Telefon: 075 02/91 16 29
Mobil: 01 71/766 82 56
Fax: 075 02/91 16 29
a.schupp@dmfv.aero
>>> zur Person

Das Modell durfte dabei weder an Fahrt zunehmen, noch zu stark steigen oder fallen. Eine Figur, die vor allem bei starkem Seitenwind sehr schwer exakt zu Fliegen ist.

Der Pilot des Motormodells begann nach dem Ausklinken mit dem Seilabwurf. In die Wertung ging hier schon der Gegenanflug in Platzmitte und der Querabflug ein. Sofort folgte die Landung. Auch hier gab es für den Landeanflug reichlich Punkte. Mit dem Stillstand der Schleppmaschine endete der Schleppvorgang für das Motormodell. Erst jetzt konnte der Seglerpilot mit der Landung beginnen. Auch für ihn begann sie bereits mit dem Anflug. Vor allem die Flugzeit musste der Seglerpilot genau im Auge behalten. Exakt 200 Sekunden galt es zu erfliegen. Erfahrene Piloten schaffen das fast sekundengenau. Für Über- oder Unterschreitung der Flugzeit wurden Punkte abgezogen. Die Landung endete dann auch für den Segler mit dem sauberen Aufsetzen im Landefeld und dem Ausrollen bis zum Stillstand.


Wechselhaft

Da in der Startreihenfolge die drei Erstplatzierten des Vorjahres auch die ersten Flüge absolvieren mussten, gingen nacheinander die Teams Alexander Frisch/Ulf Reichmann, Thomas Höchsmann/Karl Berschin und Martin Hofmann/Andreas Hofmann an den Start. Bis zur Startnummer 20 wurde an diesem Tag noch geflogen und die Teams zeigten, dass man auch unter diesen Bedingungen absolut vorzeigbare Flüge abliefern konnte.

Bis zum Nachmittag war der erste Durchgang dann beendet. Das Team Thomas Schelinski/Christoph Kurdzel etablierte sich mit 1.323 Punkten als Durchgangssieger. Nach einer kurzen Mittagspause wurde der zweite Durchgang gestartet. Hier erfolgte die Startreihenfolge in umgekehrter Reihenfolge der Platzierung. Aus zeitlichen Gründen musste auch dieser Durchgang geteilt werden. Die letzten 20 Piloten gingen am Samstag an den Start.

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Entscheidung

Pünktlich um 8.30 Uhr wurde der Wettbewerb fortgesetzt und noch vor der Mittagspause konnte der zweite Durchgang abgeschlossen werden. Mit 1.383 Punkten konnte die Mannschaft Thomas Höchsmann/Karl Berschin den Durchgang für sich entscheiden. Sieger in der Gesamtwertung war nach dem zweiten Durchgang jedoch das Team Matthias und Andreas Schupp. Mit zwei sauberen Flügen hatten sich die beiden Brüder einen Vorsprung erfliegen können. Eine absolut beachtenswerte Leistung, wenn man bedenkt, dass beide in die Organisation der Veranstaltung eingebunden waren und somit alle Hände voll zu tun hatten.

Am Samstagabend standen dann nach dem dritten Durchgang die Sieger fest: Platz 1 belegte das Team Thomas Höchsmann und Karl Berschin gefolgt von Georg Thanner und Florian Schambeck auf Platz 2 und Alexander Frisch und Ulf Reichmann auf dem dritten Platz. Das Team Andreas Schupp/Matthias Schupp landete mit gerade einmal 0,6 Punkten Differenz auf Platz 4. Bei 2.657,5 Punkten im Gesamtergebnis ein sehr knapp verpasster Podestplatz. Die knappen Ergebnisse zeigen, wie dicht das Teilnehmerfeld zusammengerückt ist. Die Leistungsdichte hat sich in den letzten Jahren erheblich gesteigert und deutlich mehr Teams kämpften bis zum Schluss um den Titel. Eine spannende Angelegenheit für Zuschauer und Teilnehmer.

Erfreulich ist die große Zahl von jugendlichen Teilnehmern und deren durchweg hervorragenden Platzierungen. Bei der Jugendwertung in der Rubrik Segler erreichte Selina Hofmann aus Wölfersheim den 1. Platz, gefolgt von Dominik Grebe auf Platz 2 und Mario Müller auf Platz 3. Bei der Jugendwertung der Motorpiloten errang Alexander Schiegg den ersten Platz gefolgt von Aljoscha Laux und Daniel Hagenmayer.


Hinter den Kulissen

Häufig vertreten war das 2,4-Gigahertz-System von Futaba. Aber auch die Systeme von Spektrum, ACT und Weatronic waren erfolgreich am Start. So setzte beispielsweise der Sportreferent Andreas Schupp den neuen Weatronic Dualreceiver in seiner Yak 112 ein und Georg Thanner flog eine Spektrum-Anlage in seiner elektrisch angetriebenen Morane. Die Anzahl der eingesetzten Produkte liegt zwar noch deutlich hinter den etablierten 35-Megahertz-Systemen, jedoch hat ein Großteil der Wettbewerbsteilnehmer bereits Wechselambitionen angezeigt.


Bewährte Technik

Bei den Antrieben dominieren nach wie vor die Zwei-Zylinder-Boxermotoren mit Hubraum zwischen 100 und 140 Kubikzentimeter. Die Zuverlässigkeit der Antriebe lässt sich bei diesem Wettbewerb mit 100 Prozent beziffern. Während über 160 Wettbewerbsflügen gab es keinen einzigen Triebwerksausfall. Erstmals wurde von Georg Thanner ein Elektroantrieb im Wettbewerb eingesetzt. Kraft im Überfluss zeichnete diesen Antrieb aus.

Bei den eingesetzten Schleppmaschinen liegt der Schwerpunkt nach wie vor bei den bewährten Typen PZL Wilga, Yak 112 und Piper, wobei sich die Spannweiten zwischen 3.200 und 3.700 Millimeter etabliert haben. Aber auch größere Schleppmaschinen kamen zum Einsatz. So flog Alexander Kirchner eine Jodel Remorqueur im Maßstab 1:2,5. Das Modell besticht neben seiner Größe durch eine detailgetreue Bauausführung.

Bei den Segelflugmodellen ist die Vielfalt ungleich größer. Es kamen Modelle mit Spannweiten von 2.700 bis 8.000 Millimeter an den Start. Leider hat die Anzahl der Eigenkonstruktionen im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Zu groß ist wohl der Aufwand, ein wettbewerbsfähiges Modell vollkommen in Eigenregie zu erstellen.


Regeländerung

Seit 2008 wird der Lärmpegel der Modelle im Wettbewerb nicht mehr gemessen. Die früher einmal praktizierte Bewertung des Lärmpegels im Flugprogramm findet in dieser Form ebenfalls nicht mehr statt. Als Ergebnis ist festzustellen, dass der Trend zum leisen Modell nicht mehr vorhanden ist. Die Modelle sind – dem subjektiven Eindruck vieler Teilnehmer – lauter geworden.

2009 wurde erstmals der Einsatz von elektronischen Steuerhilfen für den Wettbewerb untersagt. Von den Teilnehmern wurde diese Regeländerung durchweg als positiv eingestuft. Die große Teilnehmerzahl – im Vorfeld waren 67 Teams gemeldet – zeigt, dass dies ein Weg in die richtige Richtung war. Bei keiner DM zuvor gab es ein derart großes Interesse. Stichprobenartig wurde der Kreiseleinsatz durch das Schiedsgericht kontrolliert. Hier sollten erst gar keine falschen Vermutungen aufkommen. Da es bei Empfangssystemen wie Weatronic integrierte Kreisel gibt, wurde bei diesen Systemen die Software entsprechend ausgelesen. Dass es bei den Kreiselüberprüfungen keine Auffälligkeiten gab, war zu erwarten. Fairer Sportsgeist wird in der F-Schleppszene groß geschrieben. Nicht unerwähnt bleiben soll aber der Hinweis, dass bei unerlaubtem Kreiseleinsatz eine Disqualifizierung mit mehrjähriger Teilnahmesperre droht.


Ausblick

Die internationale Deutsche Meisterschaft des Deutschen Modellflieger Verbands (DMFV) im Seglerschlepp war eine Veranstaltung der Superlative und beste Werbung für diese Sportart und das Hobby Modellflug allgemein. Das Zuschauerinteresse war riesengroß und auch Besucher aus dem benachbarten Ausland waren angereist. 2010 findet die DM Seglerschlepp beim MFC-Brettheim in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber statt. Bekannt für das großzügige Fluggelände wird es sicher auch im nächsten Jahr dort wieder eine interessante und spannende DM mit vielen Teilnehmern geben.

Martin Hofmann

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Deutsche Meisterschaft

Seglerschlepp 2009

5.1.2010 • Kategorie: Wettbewerbe

MF_0509_F-Schlepp_12_klein Bereits zum 36. Mal wurde im Juni 2009 die Deutsche Meisterschaft im Seglerschlepp durchgeführt. In diesem Jahr war als Austragungsort der Sport- und Segelfliegerclub Bad Waldsee-Reute in Baden-Württemberg am Bodensee ausgewählt worden. Der SSC ist ein Flugverein mit einer Groß- und einer Modellflug-Sparte und Heimatverein des Sportreferenten für Seglerschlepp Andreas Schupp.

Livestream

Bereits Wochen vor der DM wurde am Wettkampfort eine Webcam installiert. So war es möglich, das Training bereits im Vorfeld zu beobachten und gleichzeitig auch den Wettbewerb zu Hause am PC hautnah mitzuerleben. Dieser innovative Service >>> Mehr